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Raubtier-Kapitalismus
ExxonMobill Konzern verdrängt mittelständische Pächter
und zockt Kunden in den Tankstellenshops ab
Nach einem Bericht der
ARD-Sendung "plusminus" vom 1. Juli 2008 verdrängt der ExxonMobilKonzern mit
seiner hundertprozentige Tochter ROC-Deutschland zunehmend seine
mittelständische Tankstellen-Pächter, deren Verträge durch Esso fristgerecht
gekündigt werden. Inzwischen gibt es schon rund 160 ROC-geführte
Esso-Tankstellen.
Der Konzern bieten seinen früheren Geschäftspartner an, sich bei ROC zu
bewerben, wenn sie weiter als Angestellte in einer ROC-Tankstelle arbeiten
wollen. Zu Arbeitsbedingungen wie sie im "Raubtier-Kapitalismus" inzwischen
üblich zu werden beginnen.
Die Mitarbeiter berichten, man müsse sieben Tage die Woche zur Verfügung stehen
und Tag- und Nachtschichten übernehmen. Urlaubs- und Weihnachtsgeld seien nicht
mehr vertraglich zugesichert. Auch könne man an anderen Tankstellen eingesetzt
werden, wenn der Arbeitgeber das wünscht. Dienstpläne und Schichten würden sehr
kurzfristig angekündigt, sodass die Mitarbeiter schlecht planen könnten.
Von Mitarbeitern gibt es auch die Klage man würde unter Druck gesetzt die neuen
Verträge zu unterschreiben. Roc-Deutschland bestreitet alle Vorwürfe.
Mit der Neuorganisation will ROC nach eigenen Angaben ein einheitliches
Sortiment und feste Preise schaffen. Genauer gesagt, man hat erkannt, dass sich
mit dem Verkauf im Shop Geld verdienen lässt. Die Kunden können das bereits
feststellen.
Die Preise haben zum Teil kräftig angezogen, in einer plusminus-Stichprobe um
bis zu 50 Prozent.
Ob das neue Konzept von ExxonMobil erfolgreich sein wird entscheiden die Kunden.
Zum Glück gibt es noch genügend andere Tankstellen in Deutschland. |